Nick Mott
Kein Tier “arbeitet” – auch nicht die viel zitierten Ameisen und Bienen.
Der Mensch ist überhaupt das einzige Wesen, das diesen Begriff verwendet
und ihm eine überhöhte und noch dazu verfälschte Bedeutung zumisst.
Ich existiere ganz bestimmt nicht, um zu “arbeiten” – das ist der typische Ausbeutermythos.
Die Existenz – also das wörtlich genommene “Heraus-, Hervortreten aus dem Unbedingten” – geschieht.
“Arbeitet” da irgendwas im Hintergrund, wie im Theater hinter den Kulissen? – Bestimmt nicht.
Da “wirkt” höchstens etwas.
“Wirken” ist aber eher passiv auslösend, absichtslos bestimmend oder emergent sich ereignend.
Arbeit als Notwendigkeit verstanden, wie im Titel dieses Artikels
Ethos Arbeit als Zwiespalt von Notwendigkeit und Anspruch ja bereits angedeutet, mag hinhauen, da es darum geht, “Not abzuwenden”.
Der Mensch ist aber das einzige Wesen auf diesem Planeten, das Not
leidet (vor allem durch sich selbst) trotz höchster beispielloser
Geschäftigkeit – spätestens hier wird am Ergebnis gemessen klar, wie
unsinnig und ineffizient das durch Menschen propagierte “Arbeitsprinzip”
ist.
Anspruch(sdenken) als Ursache des Arbeitsmythos´.
Nur, wenn ich mehr will als ich brauche, dann artet das in Arbeit aus.
Oder, wenn ANDERE mehr zu brauchen vermeinen und es sich einfach nehmen, so dass
mir
etwas fehlt und ich infolge davon einen deutlichen Mehraufwand
betreiben muss, um ein vorher simples Bedürfnis zu befriedigen.
Die Beobachtungstatsache, dass in Tunesien z.B. (selbst erlebt) links
der Robinson-Club (was für eine geschmacklose Namensgebung!) im
höchsten Luxus schwelgt und die örtlichen Brunnen vereinnahmt, damit die
Gäste stundenlang duschen und neben dem Meer ein Süßwasserbecken zum
Schwimmen haben – und rechts davon einheimische(!) Kinder, die 20km hin
und wieder 20 km zurück den ganzen Tag nur am Laufen sind, damit die
Familie das lebensnotwendige Wasser zur Verfügung hat, spricht Bände!
Oder der Victoriasee, wo VOR den Kapitalisten die Seeanwohner sich
bequem und völlig ausreichend selbst versorgen konnten und NACH der
Ankunft des kapitalistischen Barsches der See nicht nur ökologisch im
Arsch war, sondern die vormals für sich selbst agierende Bevölkerung nun
in der Industrieabhängigkeit der westlichen Kapitalisten vor sich hin
verrottet unter wahrhaft höllischen Lebensbedingungen
(guckstuauchhia:
Darwin’s Nightmare – der Film ist eine Offenbarung und gleichzeitig eine maximale Entlarvung der verfluchten Arbeitsdiktatur!)
Wer da noch was schön reden will oder “logisch begründend
argumentieren”, den fordere ich hiermit ganz offen heraus, sich zu
stellen.
Ich bin maximal auf Krawall gebürstet und hungere nach einfältig-selbstgefälligen Schwadroneuren fürs Punching.
Wer einer derart asozialen Hypothese (“Arbeit”) das Wort redet, outet
sich nach meinem Verständnis wahlweise als dem intellektuellen Prekariat
zugehörig oder als sozialer Autist.
Kurz:
“Arbeit” ist Ausdruck einer sozial völlig verkommenen Gesellschaft, die diesen Namen eben gerade dadurch nicht mehr verdient!
PS:
Wer etwas gerne tut oder sich dazu berufen fühlt oder es für seine
Entwicklung oder die von anderen wichtig hält, der “arbeitet” nicht, der
“wirkt”!
“Arbeit” impliziert nämlich ein “Sich-verkaufen-Müssen” gegen Geld.
“Geld” impliziert die Schöpfungsabhängigkeit des
Sich-verkaufen-Müssenden von denjenigen, die es entweder haben oder eben
erzeugen.
“Abhängigkeit” ist das Gegenteil von “Freiheit” und zudem ein medizinischer Krankheitsstatus.
Wer also der “Arbeit” das Wort redet, befürwortet eine kranke Gesellschaft!
Die Statistik spricht hier Klartext:
Macht Arbeit krank?
Bei den alten Römern und Griechen gehörten die
‘Arbeiter’, also diejenigen, die einer Tätigkeit nachgingen, zu den
untersten sozialen Schichten. ‘Arbeitslosigkeit’ war ein
prestigeträchtiger Zustand … (Quelle)
Quelle